
Gewalt gegen Christen
Die neue Regierung Syriens besteht aus Wölfen im Schafspelz, denen nicht zu trauen ist. Leute, die zuvor hasserfüllte Terroristen und IS-Kämpfer waren, haben die Uniform gewechselt. Aber die Härte ihrer Herzen ist geblieben. Was jetzt in Form von bestialischer Gewalt eskaliert, ist der unkontrollierte Ausbruch von Hass gegen die Alawiten. Dies sind Angehörige einer religiösen Gemeinschaft im schiitischen Spektrum des Islams. Dieser Minderheit gehört der frühere syrische Machthaber Assad an. Die Rache gegen den brutalen Diktator entlädt sich nun auf dessen Volksgruppe.
Doch auch anderen unliebsamen Minderheiten wie Drusen oder Christen schlägt große Brutalität entgegen. Säkulare Medien sind betreffend die Anzahl Todesopfer sehr zurückhaltend. Uns aber wurden Zahlen von bis zu mehreren Tausend zugespielt, und zwar aus einigen vertrauenswürdigen Quellen. Wir erhalten Bilder und Videos direkt aus Syrien (Bild links). Wir bekommen Berichte von Menschen vor Ort, die mit ansehen mussten, wie Christen wegen ihres Glaubens enthauptet wurden.
Große Gefahr für die Kurden
AVC ist seit über zehn Jahren in Stadt und Umgebung von Kobane im Norden Syriens humanitär und geistlich tätig. Im hiesigen Kurdengebiet sind Camps errichtet worden. Seit Wochen strömen Flüchtlinge aus allen Teilen Syriens hierher. Wir betreiben eine Bäckerei, die täglich über 30.000 Brote produziert und verteilt. Vor unserer Kirche geben wir Essenspakete ab (Bild rechts). Im Einsatz ist unsere mobile Klinik, die unterwegs ist und Menschen betreut.
Falls die News in den Medien stimmen, haben die neue Regierung Syriens und die Kurden vor kurzem ein Abkommen unterschrieben. Den Kurden wird Integration in den neuen Staat, ein autonomes Gebiet und volle Bürgerrechte gewährt. Aber wem kann man trauen? Eine gesunde Skepsis ist den Kurden sehr zu wünschen! Denn zu lügen, wenn es dem eigenen Vorteil dient, ist in islamischen Schriften niedergeschrieben. Tausende ehemaliger IS-Kämpfer sind immer noch in den Gefängnissen Nordsyriens inhaftiert. Sollten sie rausgelassen werden, dann droht die Gefahr, dass sie sich mit aller Brutalität den Schergen anschließen und gegen die Kurden wenden.
Was können wir tun?
Was zurzeit in Syrien geschieht, macht uns sprachlos, ja hilflos. Diese Ungerechtigkeit schreit zum Himmel! Wenn die Gewalt dermaßen eskaliert und Terroristen im Blutrausch sind, dann müssen wir auf die Knie gehen und Gott, den Allmächtigen, um sein Eingreifen bitten. Danke, dass ihr mit uns betet!



