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News KW 48 SyrienSyrien: Bereit für eine grosse Kirche

In Kobane, einer Stadt im Norden des kriegsgebeutelten Syriens, unterzeichnet der Stadtrat die Urkunde zu einer historischen Transaktion.

Kobane gerät 2014 in die Schlagzeilen, als die Stadt und rund 100 Dörfer in der Umgebung von der IS eingenommen werden. 200 000 Menschen, vor allem Kurden, fliehen über die Grenze in die Türkei. Hier kommt AVC ins Spiel: Wir erhalten die Möglichkeit, ein Flüchtlingslager zu betreuen, wo das Evangelium verkündet und gelebt wird. Die lokale Gemeinde setzt sich stark ein, und viele Kurden nehmen Jesus in ihrem Leben an.

Als Kobane 2015 befreit wird, kehren die meisten Flüchtlinge in ihre Dörfer zurück. Die frischgebackenen Christen gründen eine evangelische Gemeinde. AVC greift der Stadt mit humanitärer Hilfe, Flüchtlingsnothilfe, mobilen Kliniken und einer Bäckerei ganz praktisch unter die Arme. Neu in Planung ist auch eine Milchverarbeitungsfabrik, die Arbeitsplätze generieren soll.

Was immer wir dort anpacken – die dankbaren Behörden unterstützen uns nach Kräften. Jetzt gehen die Vertreter von Stadtrat und Parlament der kurdischen Stadt noch einen Schritt weiter: Obwohl sie gar keine Christen sind, ermutigen sie die rasch wachsende christliche Gemeinde, eine »richtige Kirche zu bauen, mit einer Glocke, einem hohen Turm und einem großen Kreuz darauf«. Der Standort dazu liegt auch schon bereit: Ein 800 m2 großes Grundstück, das sehr zentral in einem prominenten Stadtteil liegt.

Im Oktober dieses Jahres wurde die Urkunde feierlich von allen Mitgliedern des Rates unterzeichnet. Ein großes Wunder, wenn man bedenkt, dass sich der Rat aus Vertretern aller Bevölkerungsgruppen zusammensetzt: aus Kurden und Arabern, Turkmenen und Türken, Kommunisten und Marxisten, Atheisten und Moslems. Und kein einziges Mitglied ist dagegen!