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Afghanistan: Treffen im Geheimen

Unter hohen Risiken suchen afghanische Christen nach Stärkung für ihren Glauben. Sie sind hungrig danach, mehr von Gott und seinem Wort zu erfahren.

Afghanische Christen sind gezwungen, ein Leben im Untergrund zu führen. Zu groß ist die Gefahr, von Familie, Freunden oder Sicherheitsbeamten für den Glauben an Christus hart bestraft oder sogar getötet zu werden. Wie können sie unter solchen Umständen im Glauben wachsen und lernen, was die Bibel über das Leben als Christ sagt?

Unter größter Geheimhaltung führen unsere Mitarbeiter Seminare im Ausland durch. Selbst diese Reisen in andere Länder sind für Afghanen gefährlich – müssen sie sich doch den kritischen Fragen ihrer Familie stellen, die wissen möchte, wohin sie reisen. Die Veranstaltungen zu Themen wie Erlösung, Gemeinschaft mit Gott, Ehe, Familie etc. stoßen auf großes Interesse und bewirken im Leben der Teilnehmer gewaltige Veränderungen.

Die Teenager Myriam und Aisha* haben bereits mehrmals ein Seminar besucht und dabei eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Versteckten sie sich bei der ersten Konferenz noch schüchtern hinter ihrem Schleier, nahmen sie beim zweiten Mal gleich am ersten Tag ihre Burka ab und waren offen für Gespräche.

Doch Aisha konnte anderen kaum in die Augen sehen. Wir erfuhren, dass die erste Frau ihres Vaters kinderlos geblieben war und die zweite Frau, Aishas Mutter, fünf Mädchen geboren hatte. In ihrer Kultur war das eine Schande, und Familienmitglieder machten Aisha Vorwürfe wegen ihres Geschlechts; von ihrer Mutter wurde sie sogar geschlagen. Sie litt sehr unter dieser Behandlung. Die Seminarleiter ermutigten Aisha, genau diesen Personen zu vergeben, was sie dann auch tat. Das Resultat zeigte sich am nächsten Morgen: Aishas Gesicht strahlte vor Freude und Offenheit!

Die Themen Ehe und Familie treffen bei den Teilnehmern auf besonderes Interesse. Viele zerbrochene Familien erfahren Heilung und Wiederherstellung. Einer der Männer stand auf und entschuldigte sich vor allen Anwesenden bei seiner Frau für sein abwertendes Verhalten ihr gegenüber. Dann stand überraschend auch die Frau auf, bat um Vergebung und sagte: „Von nun an will ich dich als meinen Prinzen sehen.“

Afghanische Christen brauchen unsere Gebete und unsere Unterstützung. Machen Sie mit!

*Namen aus Sicherheitsgründen geändert