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Myanmar: Geeinte Kirche betet für das Land

Die Machtübernahme durch das Militär und der politische Umbruch veranlassen die Kirche, in noch größerer Einheit Fürbitte für ihr Land zu tun.

Am 8. November 2020 gewann die regierende National League for Democracy (NLD) in Myanmar mit einem Erdrutschsieg die Wahlen. Daraufhin bezichtigte das Militär die Regierungspartei des Wahlbetrugs und forderte diese auf, die angeblichen Unregelmäßigkeiten aufzuklären.

Das Militär übernimmt die Macht
Am 1. Februar wurden die Regierungschefin Aung San Suu Kyi und weitere Funktionäre im ganzen Land vom Militär entmachtet und festgenommen. Das Land hat den Ausnahmezustand für bis zu einem Jahr verkündet. Landesweit herrscht nächtliche Ausgangssperre.

Gott stärkt die Seinen mitten im Chaos
Unser Mitarbeiter in Myanmar informiert uns: »Die christliche Gemeinschaft ist aktuell von der Machtübernahme des Militärs nicht betroffen. Unser Projektteam vom hohen Norden bis in den Süden ist weiterhin dabei, Gottes Agenda umzusetzen. Alle Mitarbeiter unseres Teams sind in Sicherheit und es geht ihnen gut. Der Armeegeneral hat es den Christen erlaubt, ihre Einrichtungen wie Kirchen und Bibelschulen weiter zu nutzen. Unsere Bibelschule ist zwar von Soldaten umgeben, aber ihre Aktivitäten sind ungestört. Niemand kann sagen, was die Zukunft bringt. Der politische Umbruch veranlasst die Kirche, in noch größerer Einheit Fürbitte für ihr Land zu tun. Denn eines wissen wir: Erweckung findet statt und Gott ist am Werk. Mitten in diesem Chaos werden die Gemeinde und die Christen gestärkt, um seine Güte über Generationen hinweg zu verkünden.«

Gebet um Schutz des Teams und der Projekte
In vergangenen Jahren hatte sich das Land geöffnet, und die Leute wollten Englisch lernen. »Liebe für Myanmar« heißt unser Projekt (siehe Film unten), mit dem wir eine Million jungen Burmesen mit einer Million Bibeln in Englisch und Burmesisch erreichen wollen. Davon sind 200 000 Bibeln bereits verteilt. In einer Provinzhauptstadt leiten wir ein Trainingscenter für christliche Leiter, Leiterinnen und Mitarbeitende von Minderheitenstämmen

In Myanmar leben 135 ethnische Volksgruppen. Wir unterstützen zwei Primarschulen im Akha-Stamm mit 150 Schülern und ein Internat mit 35 Kindern aus abgelegenen Dörfern. Und im Norden Burmas führen wir ein Waisenheim (im Bild) mit 180 obdachlosen Kindern des Lius-Stamms, denen wir eine Perspektive bieten. Beten wir, dass unser Team und unsere Projekte unter dem Schutz Gottes stehen.