aktuell news head de

Indien Tee Kuchen und Babys

Indien: Tee, Kuchen und Babys

Als die Frau Heidi sieht, fängt sie an zu weinen. Was ist passiert?

1999: Unsere Missionarin bezieht ihre eigene Wohnung. Dorthin kann sie sich ein wenig zurückziehen und Kraft für ihre Arbeit sammeln. Doch Heidi nutzt ihr Domizil nicht nur dafür. Sie knüpft Kontakte, lädt Leute ein und bewirtet sie. In diesen Genuss kommt auch der Nachtwächter des Hauses. Der freundliche Hindu und die Deutsche verstehen sich gut – auch wenn sie keine gemeinsame Sprache sprechen.

Nähmaschinenkurs mit Folgen
Eines Tages versucht er ihr, ein besonderes Problem zu schildern und bringt dafür seine Frau Artha mit. Die beiden wünschen sich Kinder, doch Artha hat schon zwei Fehlgeburten hinter sich. Um sich zu schonen und aus Angst, weitere Kinder zu verlieren, hat Artha sogar ihren Job gekündigt. Heidi kauft ihr eine Nähmaschine und bildet sie daran aus. Bei dieser Gelegenheit lenkt Heidi die Gespräche immer wieder auf Jesus, zeigt der Frau den Jesus-Film. Nach einer Weile gesellt sich ihr Mann dazu. Schließlich geben sie ihr Leben Jesus.

Verlorene Babys, gefundene Familienmitglieder
Zuerst ist die Angst vor Ausgrenzung in der Familie groß, doch nach dem Tod ihres Bruders öffnet sich die Verwandtschaft. Einige finden zum Glauben an Jesus, auch Arthas Vater. Die junge Frau ist mittlerweile wieder schwanger, doch trotz intensiver Gebete verliert sie das Kind, sowie das nächste. Artha ist gibt nicht auf, betet weiter und erzählt im ganzen Dorf von ihrem Jesus.

Happy End mit Tränen
2016: Als unsere mittlerweile pensionierte Mitarbeiterin Artha und ihre Familie besucht, bricht die Inderin in Tränen aus. Doch es sind Freudentränen. Artha hat einen Sohn. Trotz Abraten des Arztes hatte sie auf sämtliche Medikamente verzichtet und auf Gottes Eingreifen gehofft – sie wurde belohnt. Jüngst kam sogar noch eine Tochter hinzu. Das Glück ist perfekt, die Tränen fließen bei beiden Frauen. Dann zieht Artha ein Bild aus der Tasche und reicht es Heidi. Es zeigt die Ordinierung ihres Mannes zum Pastor. Der ehemalige Nachtwächter hat sich an einer Bibelschule ausbilden lassen und leitet nun die Gemeinde, die durch ihn und seine Frau entstanden ist. Durch das Leben dieses Ehepaars haben sich bereits 17 Familien im Dorf für ein Leben mit Jesus entschieden. Und angefangen hat alles mit Tee und Kuchen.