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Myanmar pastoren im gefangnis

Myanmar: Pastoren im Gefängnis

Pastoren werden in Myanmar fälschlicherweise beschuldigt, für eine bewaffnete Rebellenorganisation zu arbeiten und ins Gefängnis geworfen. Die Unterdrückung von Christen in Myanmar gehört zum Alltag – ebenso wie die Nachfrage nach burmesischen Bibeln. 

Im Norden und Osten Myanmars gibt es seit letztem November immer wieder bewaffnete Konflikte zwischen der Regierung und separatistischen Organisationen. Darunter leiden insbesondere Zivilisten, die teils in einen anderen Staat oder an die Grenze zu China flüchten.

Im vergangenen Jahr wurde im nördlichen Kachin-Staat eine Rebellengruppe (KIA) vom Staat beobachtet und bekämpft. Zwei baptistische Pastoren in Kachin wurden beschuldigt, für diese illegale Gruppierung tätig gewesen zu sein. Die Anklage lautet auf Spionage und Rekrutierung von Kämpfern für illegale bewaffnete Gruppierungen, die sich gegen den Staat stellen. Die Angeklagten sind zu einer Gefängnisstrafe von drei respektive fünf Jahren verurteilt worden. Die Beschuldigung geht auf die Bombardierung einer Katholischen Kirche zurück, bei der die beiden Pastoren bloß Augenzeugen waren.

Im buddhistischen Myanmar hat das Ausleben des christlichen Glaubens oftmals Unterdrückung zur Folge, wie bei diesen beiden Pastoren. Es gehört zu den 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

Doch die Nachfrage nach Bibeln ist groß. Und infolge der jahrelangen Abschottung Myanmars und der derzeitigen Öffnung des Landes ist der Wunsch unter der jungen Bevölkerung groß, Englisch zu lernen. Um beidem gerecht zu werden, druckt und verteilt AVC während den nächsten fünf Jahren eine Million englisch-burmesische Bibeln. Diese geben den Lesern Hoffnung im doppelten Sinn: Sie fördern die Bildung der Leser und schaffen eine Beziehung zum christlichen Glauben.

Quelle: morningstarnews.org