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Iran: Beispiellose Überschwemmung

Die starken Regenfälle, die seit dem 19. März in einem Grossteil des Iran gefallen sind, haben das Land buchstäblich unter Wasser gesetzt.

Die Überschwemmungen sind von einem Ausmass, das die iranische Regierung als «beispiellos» bezeichnet. 25 der 31 Provinzen sind betroffen, 45 Menschen haben ihr Leben verloren. An manchen Stellen steht das Wasser bis zu drei Meter hoch in den Strassen. Menschen sitzen auf den Dächern fest. An vielen Orten ist der Strom ausgefallen. Ganze Provinzen sind praktisch von der Außenwelt abgeschnitten, ohne Kommunikationsmöglichkeit.

Als die Wassermassen das Land überfluteten waren viele Verwaltungsmitarbeiter im Urlaub, um das persische Neujahrsfest zu feiern. Darüber hinaus sind durch die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, dessen finanziellen Mittel begrenzt, um der der Bevölkerung effektive Hilfe zu leisten. Auch das ursprüngliche Verbot, von Ausländern Spenden anzunehmen, war nicht förderlich. Diese Woche hat der Iran dann ein Hilfsangebot des Deutschen Roten Kreuzes und das Auswärtigen Amtes der Schweiz akzeptiert. Dennoch konnten 47’000 Menschen aus den Fluten gerettet und 27’000 Personen in Notunterkünften untergebracht werden, so der iranische Rote Halbmond.

Obwohl internationale Hilfe verboten ist, kann AVC der Bevölkerung trotzdem beistehen. Wir unterstützen unsere lokalen Partner, die Lebensmittel, sauberes Wasser, Kleidung und Unterkünfte für Bedürftige bereitstellen und wir beten für die Menschen im Iran.