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Aethiopien Wasser Marsch

Äthiopien: Wasser Marsch!

Stundenlang laufen, um für die Familie Wasser zu holen? Das war das Schicksal vieler junger Frauen und Mädchen im Süden Äthiopiens.

Mit Förderung durch das BMZ, konnten in der Grenzregion zu Kenia drei Dämme errichtet werden. Sie halten das Wasser in saisonal austrocknenden Flüssen weit über die Regenzeit hinaus zurück. Auch die Wasserqualität hat sich für die Menschen deutlich verbessert.

Habeba Abdela ist eine von rund 13 000 Menschen, deren Versorgung mit Wasser sich jetzt stark verbessert hat. Wie so viele Frauen und Kinder musste sie bisher lange Fußmärsche auf sich nehmen, um den täglichen Wasserbedarf der Familie zu beschaffen. Sie erzählt uns, wie sich jetzt das Leben ihrer Familie zum Positiven verändert hat:

»Bislang haben meine Tochter und ich täglich Wasser aus einem 12 km entfernten Teich geholt. Das hat etwa einen halben Tag in Anspruch genommen. Das Wassers über die hügelige Landschaft nach Hause zu schleppen, war sehr anstrengend. Manchmal haben wir uns dabei auch Verletzungen zugezogen. Während der Dürrezeit dauerte es besonders lange, das Wasser zu holen. In dieser Zeit konnte meine Tochter die Schule nur noch unregelmäßig besuchen. Da auch das Vieh am Teich Wasser trinkt, war es verdreckt. Wir haben immer wieder Durchfall und ähnliche Erkrankungen bekommen. Jetzt, durch den Staudamm in unserer Nähe, hat sich unser Leben stark verändert. Der Staudamm samt Brunnen ist nur eine halbe Stunde Fußmarsch von unserem Dorf entfernt, und das Wasser ist sehr sauber. Der Staudamm ist nämlich so gebaut, dass das Wasser nicht mit dem Vieh in Kontakt kommt. Dadurch sind auch die gesundheitlichen Probleme verschwunden. Und da wir nun wesentlich weniger Zeit zum Wasserholen brauchen, kann meine Tochter die Schule wieder regelmäßig besuchen. Wir sind sehr glücklich und danken euch sehr!«