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News bagger ChinaVerfolgung in China

Weitgehend unbeachtet wegen der vielen grausamen Geschehnisse im Nahen Osten, nimmt auch die Verfolgung in China wieder zu. Dort gehört Christenverfolgung zum brutalen Alltag. In verschiedenen Provinzen werden Pastoren verhaftet und Gemeindegebäude niedergewalzt.

In der chinesischen Verfassung gibt es eine Freiheit des religiösen Glaubens“.
Der Staat anerkennt fünf offizielle Religionen; neben dem Buddhismus, Daoismus und Islam auch den Katholizismus und den Protestantismus. Alle Kirchen die sich nicht registrieren lassen oder zu einer anderen Glaubensrichtung zählen, werden als illegal angesehen. Die Folgen sind Unterdrückung und Verfolgung bis hin zu Gefängnisstrafen.


Lebendig begraben
So fuhr am 14. April ein Bulldozer auf einem Grundstück im Gebiet Henan auf, um die dortige Hauskirche zu zerstören. Den Anstoss gab ein Bauunternehmer, der am Grundstück interessiert ist, auf der die Kirche steht. Das Unterfangen war von der Regierung gutgeheissen.

Der mutige Gemeindeleiter Li Jiangong und seine Frau Ding Cuimei stellten sich vor die Kirche und den Bulldozer, um die Zerstörung zu stoppen – mit verheerenden Konsequenzen: Beide wurden in eine Grube geworfen, mit Erde überschüttet und somit lebendig begraben. Li schrammte nahe am Tod vorbei, konnte sich jedoch selbst in letzter Minute befreien und um Hilfe schreien. Ding, seine Frau, hingegen erstickte bevor sie geborgen werden konnte.

Die Täter befinden sich in Untersuchungshaft. Die Polizei weigert sich zwar, die mutmassliche Tat bekannt zu geben. Doch die Nachricht über diese grausame Tat verbreitete sich rasch und breitflächig über die Medien. Deshalb wird Li jetzt von der Regierung unter Druck gesetzt, über die Details bezüglich des Todes seiner Frau Stillschweigen zu bewahren. Doch dieser drängt die Justiz, bezüglich Motiven und Umständen der Täter zu ermitteln.

Der Präsident der christlichen Presseagentur China Aid, Bob Fu, bezeichnet diesen Vorfall als eine ernstzunehmende Verletzung des Rechts auf Leben und Religionsfreiheit. Er forderte die chinesischen Behörden auf, die Täter zur Verantwortung zu ziehen und konkrete Massnahmen treffen, um die Religionsfreiheit der Mitglieder dieser Hauskirche zu schützen.