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syrien umkehrerBhutan: Kreuzigung angedroht

Sie wurde vertrieben, verhaftet und ihr wurde mit Kreuzigung gedroht. Doch Ugyen ließ sich nicht einschüchtern.

Ugyen ist 39. Ginge es nach ihren Widersachern, würde sie den 40. Geburtstag nicht mehr erleben. Denn Ugyen bringt die gute Nachricht zu unerreichten Volksgruppen und damit die eingesessene religiöse Elite gegen sich auf.

Wunder führt zu Jesus 
Die mutige Frau schildert ihre Geschichte:
»Ich bin in der buddhistischen Religion aufgewachsen. Im Jahr 2000 wurden mein Mann und meine Tochter ernsthaft krank. Meine Mutter, die Christin geworden war, betete für sie, und beide kamen wieder auf die Beine. Dieses Wunder hat mir den Weg zu Jesus geöffnet. Damals dachte ich noch, ich müsse Christus dienen und mich hart in die Arbeit stürzen, um Erlösung zu erlangen. Aus dieser Motivation heraus besuchte ich Dörfer, um den Menschen von Christus zu erzählen.«

Engagement führt zur Verfolgung
»Meine Entscheidung und mein Engagement für Jesus provozierten Verfolgung. Verfolgung, unter der auch meine Kinder zu leiden hatten. Das schmerzte mich besonders. Eines der Dörfer, die ich besuchte, lag abgelegen an der Grenze zu Bhutan und Westbengalen, Indien. Dort lebt der kleine Stamm der Doya. Die Bewohner bildeten eine indigene buddhistische Gemeinschaft. Die Doya gelten als die ältesten Ureinwohner Bhutans. Sie ernähren sich im Wesentlichen durch Landwirtschaft, Viehzucht und Kardamomanbau.

Ich war unzählige Stunden zu Fuß unterwegs, um die gute Nachricht zu den Doya zu bringen. Jede Anstrengung in dieser Richtung schien jedoch erfolglos zu sein. Doch ich gab nicht auf.«

Heilung führt zu mehr Verfolgung
»Einmal brachten sie einen Mann mit einem verkrüppelten Arm zu mir. Ich betete für ihn. Am nächsten Tag kehrte er zurück. Seine Schmerzen waren weg, und er konnte seinen Arm wieder bewegen. Der Glückliche wurde nicht nur gesund, sondern auch gerettet – was den Widerstand zusätzlich anfachte.

Der Dorfvorsteher, die Polizei und der Lehrer im Dorf drohten, mich umzubringen, wenn ich weiterhin in ihrem Dorf predigen würde. Die wenigen Christen warnten mich davor, an ihren Gottesdiensten teilzunehmen. Meine Töchter weinten, lebten in ständiger Angst, mich zu verlieren. Aber ich betete, und der Heilige Geist lotste mich über einen Umweg. Ich hätte ihn von mir aus nicht gewählt. Später erfuhr ich, dass meine Verfolger mir an der Brücke, die eine Abkürzung bedeutet hätte, aufgelauert hatten. Das machte den anderen Christen Mut, an ihrem Glauben festzuhalten.«

Mehr als Entwicklung
»Nichtregierungsorganisationen haben Entwicklungsprojekte durchgeführt. Den ärmsten Dorfbewohnern haben sie dadurch mit Wohnraum, mit Gesundheits- und Hygieneprogrammen und Bildung geholfen. Die wirtschaftliche Lage der Doya hat sich gebessert – in geistlicher Hinsicht jedoch sind sie bisher(noch) auf der Strecke geblieben.«

Ugyen und die sechs Familien, die zum christlichen Glauben gekommen sind, sind darauf angewiesen, dass wir für sie beten. Beten, damit sie geistlich vorankommen und allen Widerständen die Stirn bieten können.