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Iran News 13. JuliIranische Christen warten erneut auf ihr Urteil

2010 wurde der iranische Pastor Nadarkhani erstmals seines christlichen Glaubens wegen verhaftet. Seit dann wurde er mehrmals inhaftiert und wieder freigesprochen.

Im November 2016 hat AVC bereits von Pastor Nadarkhani und seinen Freunden berichtet. Omidi, Yasser, Fadaie wurden im Oktober 2016 mit 80 Peitschenhieben bestraft, weil sie während des Abendmahls Wein konsumierten. Nun erwartet die vier Konvertiten ein erneutes Urteil. Sie werden der »Handlung gegen die nationale Sicherheit« beschuldigt, und eine Bestrafung von bis zu sechs Jahren Gefängnis wartet auf sie.

Solch eine Beschuldigung »Handlung gegen die nationale Sicherheit« hört man im Iran oft. Damit werden religiöse und politische Unstimmigkeiten bestraft, und oftmals handelt es sich um Muslime, die zum Christentum konvertierten. Mit dieser Beschuldigung versucht man die internationalen Kontrollen zu umgehen und täuscht Religionsfreiheit vor.

Nach den Peitschenhieben wurde der Fall an das Gericht in Teheran weitergeleitet. Es gab bereits zwei Verhöre im Dezember 2016 und im Februar 2017. Doch die Richter konnten kein Urteil fällen. Mitte Juni 2017 gab es ein weiteres Verhör, und die vier iranischen Christen warten erneut auf ein Urteil.