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News Indien 1Indien: Christen wird Wasser verweigert

Im Uttar-Pradesh-Gebiet wurden Ende April vier christliche Familien von Hindus geschlagen und fälschlicherweise beschuldigt, Hindus gewaltsam zum Christentum zu konvertieren. 

Die Christen wurden gezwungen, hinduistischen Ritualen nachzugehen, und sollten ihren christlichen Glauben verleugnen. Sie nahmen aber weder an den Ritualen teil, noch verleugneten sie ihren Glauben. Der Dorfpräsident hatte die Hindus angestiftet, die konvertierten Christen zu attackieren.

Die Christen beschwerten sich bei der Polizei; dort wurden beide Seiten angehört. Die Polizei sagte, jeder solle seiner eigenen Religion folgen, und keine Gottesdienste sollten gestört werden. Seit diesem Zwischenfall wird den Christen im Dorf kein Zugang zu Wasser gewährt. Die Wasserversorgung, um ihre Felder zu bewässern, wurde unterbrochen. Die Felder sind am Austrocknen, und die Besitzer sorgen sich um die Ernte. Der Dorfpräsident meint dazu, dass die Dorfbewohner selbst entscheiden, wem sie Wasser verkaufen und wem nicht. Das sei eine persönliche Angelegenheit.

Mitte Juni versuchten die Christen bereits zum dritten Mal den Dorfpräsidenten umzustimmen – ohne Erfolg. Dieser antwortete: „Stoppt die Gottesdienste im Dorf, folgt Jesus nicht mehr nach. Nur dann werden eure Felder wieder bewässert.“