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TikeldengayÄthiopien: Welle der Gewalt gegen Christen

Lalibela ist die Heimat der berühmten Felsenkirchen und ein geistliches Zentrum der orthodoxen Christen in Äthiopien. Andere Glaubensrichtungen oder Denominationen werden dort nicht geduldet. So trifft sich die lokale Gemeinde der Ethiopian Full Gospel Believers‘ Church, die einzige Freikirche am Ort, in den Privathäusern der Gläubigen.

Im Juni 2017 kam es zu massiven Übergriffen auf diese geheimen Versammlungshäuser. Acht Privathäuser wurden beschädigt. Die Welle der Gewalt gegen die Christen hat mittlerweile auf andere Orte im Norden Äthiopien übergegriffen. Im ebenfalls touristisch bekannten Gonder und zwei weiteren Städten wurden Gemeinde- und Privathäuser beschädigt oder vollkommen zerstört. Wir sind dankbar, dass sich der Pastor einer der Gemeinden rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Er hat mit seiner Familie im Gemeindehaus der nächsten Stadt Zuflucht gefunden und wartet darauf, dass sich die Lage beruhigt. Er möchte zurückkehren und seinen Dienst wieder aufnehmen.

Offiziell herrscht in Äthiopien Religionsfreiheit. Seit dem Ende des kommunistischen Regimes vor gut zwanzig Jahren blühen bibelgläubige Gemeinden auf. Es gibt aber – je nach Region – immer wieder Anfeindungen bis hin zu offener Gewalt und Mord durch Orthodoxe oder Muslime.