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Pakistan Anschlag Siedlung Pakistan: Attacke auf christliche Siedlung

2. September 2016, 5 Uhr. Vier Bewaffnete dringen in die christliche Siedlung in Warsak ein. Sie haben ein Ziel: Sie wollen die dort lebenden Christen töten.

Es ist ein Morgen wie jeder andere. Samuel steht früh auf und bereitet sich für seinen Arbeitstag vor. Um 5 Uhr verlässt er sein Haus in einer christlichen Siedlung in Warsak, 30 km von Peshāwar entfernt. Er weiß nicht, dass er seine Familie für immer verlassen wird.

Taliban vor der Tür
Als Samuel das Tor der Siedlung öffnet, beginnen die vier Attentäter zu schießen und verletzen ihn mit zwei Schüssen in den Bauch schwer. Sie dringen in die Siedlung ein, um dort die mehr als 30 christlichen Familien zu töten. Mit letzter Kraft schleppt er sich zu den Wachen und warnt sie. Weitere sieben Kugeln treffen ihn in den Rücken. Nur Minuten später stirbt Samuel. Die alarmierten Wächter liefern sich einen erbitterten Kampf mit den Terroristen und bekommen kurze Zeit später Hilfe von der pakistanischen Armee. Abgesehen von zwei Wächtern wird wie durch ein Wunder niemand verletzt.

In der Sackgasse
Gegen 8 Uhr sitzen die vier Taliban in der Falle. Sie verschanzen sich in einem Privathaus. Die Bewohner können unverletzt fliehen. Schließlich sehen die vier Männer keinen Ausweg mehr und zünden nacheinander ihre Sprengstoffgürtel, können dabei aber niemanden mit in den Tod reißen

Dank Samuels Warnung, wurde kein weiterer Christ getötet. Es grenzt an ein Wunder. Wir beten für Samuels Familie, die nun ohne Versorger, Ehemann und Vater auskommen muss.